Chronologischer Verlauf 1. Weltkrieg Geschichte
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Der 1. Weltkrieg

Kriegsjahr 1914

Kriegsausbruch

Im Jahr 1914 beherrschten die europäischen Staaten die Erde. Fremde Kontinente wurden versklavt und zu Kolonien gemacht. Die großen Nationen lagen in heftigem Streit darüber, wem welches Stück Land gehören möge. So hatten sich zwei Bündnisse entwickelt, um einander im Fall eines großen Krieges beizustehen: Die "Mitelmächte", also Deutschland und Österreich-Ungarn auf der einen Seite, die "Entente Cordiale", also Frankreich, Russland und Großbritannien auf der anderen Seite.

Auslöser des Krieges war die Ermordung des Thronfolgers von Österreich-Ungarn am 28. Juni 1914 in Sarajevo. Österreich forderte Vergeltung von Serbien und Russland als Schutzmacht der Serben stand diesen zur Seite. Die komplizierten Bündnisverhältnisse führten dazu, dass jede Nation der Ansicht war, dem Verbündeten Beistand leisten zu müssen. Der lokale Krieg auf dem Balkan wurde so rasch zu einem europäischen und dann zu einem weltweiten Krieg.

Die deutsche Strategie sah vor, gegen Frankreich einen raschen Sieg zu erringen und dann die Truppen nach Osten zu schicken, ehe das riesige Russland seine Soldaten an der deutschen Grenze aufmarschieren lassen konnte. Dieser so genannte "Schlieffen-Plan" beinhaltete einen Angriff auf das neutrale Belgien, um den Truppen ein Hinterland zu schaffen; ein Durchbruch an der deutsch-französischen Grenze galt als nicht durchführbar.

Der "Schlieffen-Plan" scheiterte: Russland war schneller als erwartet kriegsbereit und fügte den Österreichern empfindliche Niederlagen zu. Russische Truppen drangen nach Deutschland vor, wurden allerdings in der Tannenberg-Schlacht verheerend geschlagen. Dennoch musste die deutsche Seite an der gegen Frankreich gerichteten Front nach spektakulären Erfolgen den Vorstoß auf Paris, den eigentlichen Kernpunkt des "Schlieffen-Plans", aufgeben und sich zurückziehen; in Frankreich spricht man noch immer vom "Wunder an der Marne", denn Paris lag bereits in Reichweite deutscher Geschütze.

Die erhöhte Kampfkraft der Verteidigung und die unfassbaren Blutopfer führten gegen Ende des Jahres 1914 zu einer Erstarrung der Fronten: Der Stellungskrieg begann und daran änderte sich auch nichts, als das Osmanische Reich auf Seiten der Mittelmächte in den Krieg eintrat und damit das britisch-französische imperium bedrohte.

Zur See konnte Großbritannien seine überlegene Stellung verteidigen; die deutschen Überseegeschwader wurden vernichtet und über Deutschland und Österreich lag eine Handelsblockade, die die Einfuhr von Lebensmitteln oder Medikamenten unmöglich machte.

1914 bildete die Grundlage für weitere schreckliche Kriegsjahre.


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